Ergotherapie und neurodegenerative Erkrankungen: Parkinson, Alzheimer | Leitfaden

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🧠 Neurologie

Ergotherapie und neurodegenerative Erkrankungen

Parkinson, Alzheimer, MS: Der Ergotherapeut begleitet die Patienten während des Verlaufs der Krankheit, um die Autonomie und Lebensqualität zu erhalten.

Neurodegenerative Erkrankungen betreffen in Frankreich mehr als 1,5 Millionen Menschen. Parkinson, Alzheimer, Multiple Sklerose, Lewy-Körper-Demenz... Diese fortschreitenden Erkrankungen beeinträchtigen schrittweise die Autonomie und Lebensqualität. Der Ergotherapeut interveniert in allen Phasen, um die Fähigkeiten zu erhalten, die Umgebung anzupassen und die Angehörigen zu unterstützen.

📊 Wichtige Zahlen

1,2 M
Menschen mit Alzheimer
270 000
Parkinson-Patienten
120 000
Menschen mit MS
+35%
bis 2030 (Prognosen)

🎯 Parkinson-Krankheit

Die Parkinson-Krankheit zeichnet sich durch Zittern, Muskelsteifheit und langsame Bewegungen (Akinese) aus. Diese Symptome beeinträchtigen schrittweise alle täglichen Aktivitäten.

Symptome und funktionale Auswirkungen

  • Zittern: Schwierigkeiten beim Greifen, Schreiben, Essen
  • Steifheit: Starrheit, Schwierigkeiten beim Initiieren von Bewegungen
  • Akinese: Langsamkeit, Blockaden (Freezing), Mikroschrift
  • Haltungsstörungen: Gleichgewicht, Sturzrisiko
  • Kognitive Störungen: Aufmerksamkeit, exekutive Funktionen

Ergotherapeutische Intervention

🏃

Motorische Erhaltung

Koordinations-, Gleichgewichts- und Feinmotorikübungen

🛠️

Technische Hilfen

Gewichtete Bestecke, ergonomische Stifte, Transferhilfen

🏠

Wohnraumanpassung

Sturzprävention, Sicherung der Umgebung

💡 Strategien gegen das Freezing

Das Freezing (Gangblockade) kann durch Strategien wie die Verwendung visueller (Bodenlinien), akustischer (Metronom) Hinweise oder die Umkehrung der Bewegung umgangen werden. Der Ergotherapeut lehrt diese Techniken dem Patienten und seinem Umfeld.

🧠 Alzheimer-Krankheit

Die Alzheimer-Krankheit ist gekennzeichnet durch Gedächtnis-, Sprach-, Orientierungs- und exekutive Funktionsstörungen. Der Ergotherapeut interveniert, um die verbleibenden Fähigkeiten zu erhalten und die Umgebung anzupassen.

Ergotherapeutischer Ansatz

  • Kognitive Stimulation: Übungen, die dem Stadium der Krankheit angepasst sind
  • Erhalt von Routinen: Vertraute Aktivitäten, zeitliche Anhaltspunkte
  • Umgebungsanpassung: Beschilderung, Sicherung, visuelle Anhaltspunkte
  • Bedeutungsvolle Aktivitäten: Aufrechterhaltung von Beschäftigungen, die Sinn machen
  • Unterstützung der Angehörigen: Beratung, Schulung, Unterstützung

Die EDITH-App für Alzheimer

👵

Vereinfachte Benutzeroberfläche

Intuitive Navigation, große Tasten, klare Anweisungen

🧩

Angepasste Übungen

Verstellbare Schwierigkeitsgrade, keine Misserfolge bei Aktivitäten

📊

Professionelle Nachverfolgung

Dashboard für den Ergotherapeuten und die Familie

⚠️ Anpassen und nicht um jeden Preis stimulieren

In einem fortgeschrittenen Stadium besteht das Ziel nicht mehr darin, zu stimulieren, sondern mit Fürsorge zu begleiten. Der Ergotherapeut passt die Umgebung für Sicherheit und Komfort an und schult die Angehörigen in einer angepassten Kommunikation und Unterstützung.

🔬 Multiple Sklerose

Die MS betrifft junge Menschen (20-40 Jahre) mit variablen Symptomen: Müdigkeit, motorische, sensorische und kognitive Störungen. Der Verlauf ist unvorhersehbar, schubweise oder fortschreitend.

Spezifika der Betreuung

  • Fatigue-Management: Energieeinsparung, Planung von Aktivitäten
  • Anpassung an den Verlauf: Evolutive technische Hilfen
  • Berufliche Erhaltung: Anpassung des Arbeitsplatzes
  • Thermosensibilität: Anpassung der thermischen Umgebung

🛠️ Angepasste Werkzeuge zur kognitiven Stimulation

EDITH und JOE bieten Übungen an, die auf die verschiedenen Stadien der neurodegenerativen Erkrankungen abgestimmt sind.

Unsere Werkzeuge entdecken →

👨‍👩‍👧 Unterstützung der Angehörigen

Neurodegenerative Erkrankungen haben erhebliche Auswirkungen auf die Angehörigen. Der Ergotherapeut unterstützt sie, um ihre Gesundheit zu erhalten und ihre Hilfe zu optimieren.

  • Schulung in den Handgriffen: Transfers, Handhabung, Rückenschmerzen vorbeugen
  • Organisationsberatung: Anpassung der Aktivitäten, Nutzung von Hilfen
  • Prävention von Erschöpfung: Erkennung von Anzeichen, Orientierung zu Entlastungen
  • Angepasste Kommunikation: Strategien für kognitive Störungen

🎯 Fazit

Die Ergotherapie ist entscheidend für die Begleitung von neurodegenerativen Erkrankungen. In jeder Phase besteht das Ziel darin, die bestmögliche Autonomie und Lebensqualität für den Patienten und seine Angehörigen aufrechtzuerhalten.

Kognitive Stimulationswerkzeuge wie EDITH und JOE ergänzen die Betreuung, indem sie angepasste, spielerische und begleitete Übungen anbieten. Sie ermöglichen ein regelmäßiges Training zwischen den Sitzungen und eine objektive Nachverfolgung des Verlaufs.

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