titel : Wie man Gesellschaftsspiele anpasst, um sie für Menschen mit Down-Syndrom zugänglich zu machen
beschreibung : Praktischer Leitfaden zur Anpassung von Gesellschaftsspielen an die Fähigkeiten von Menschen mit Down-Syndrom: Vereinfachung der Regeln, visuelle Hilfen, materielle Anpassungen und Auswahl inklusiver Spiele für gelungene Spaßmomente.
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Down-Syndrom, Gesellschaftsspiele, Anpassung, Inklusion, Freizeit, angepasste Spiele, Zugänglichkeit
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Lesedauer: 18 Minuten
"Mein Sohn möchte mit seinen Geschwistern spielen, aber er versteht die Regeln nicht." "Sie gibt schnell auf, weil es zu kompliziert ist." "Wie kann man die Spiele anpassen, ohne sie für die anderen zu einfach zu machen?" "Gibt es Spiele, die speziell für Menschen mit Down-Syndrom entwickelt wurden?"
Gesellschaftsspiele sind viel mehr als nur Unterhaltung: Sie entwickeln kognitive Fähigkeiten (Gedächtnis, Logik, Aufmerksamkeit), soziale Fähigkeiten (auf seinen Zug warten, Regeln befolgen, mit Sieg und Niederlage umgehen) und schaffen wertvolle Momente familiärer Bindung. Für Menschen mit Down-Syndrom ist die Teilnahme an Gesellschaftsspielen entscheidend für Inklusion und persönliche Entwicklung.
Komplexe Regeln, Texte zum Lesen und abstrakte Strategien können jedoch einige Spiele unzugänglich machen. Die gute Nachricht? Mit ein paar einfachen und kreativen Anpassungen können fast alle Spiele inklusiv werden, sodass die ganze Familie gemeinsam mit Freude und Fairness spielen kann.
Dieser Leitfaden bietet Ihnen konkrete Strategien zur Anpassung von Gesellschaftsspielen und zur Schaffung gelungener Spaßmomente.
Inhaltsverzeichnis
1. Warum Gesellschaftsspiele anpassen?
2. Allgemeine Anpassungsprinzipien
Warum Gesellschaftsspiele anpassen? {#why-adapt}
Vorteile von Gesellschaftsspielen
Kognitive Entwicklung:
- Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Logik
- Zählen, Farben- und Formen erkennen
- Strategie, Antizipation
- Auf seinen Zug warten
- Regeln befolgen
- Verluste akzeptieren, den Gewinner beglückwünschen
- Zusammenarbeit (Kooperationsspiele)
- Gemeinsame Qualitätszeit
- Lachen, Vertrautheit
- Erinnerungen schaffen
- "Ich spiele wie alle anderen"
- Gefühl der Zugehörigkeit
Soziale Fähigkeiten:
Familiäre Bindung:
Inklusion:
Hindernisse ohne Anpassung
Zu komplexe Regeln: Versteht die Schritte nicht, verliert sich.
Zu lesender Text: Wenn das Lesen eingeschränkt ist, kann nicht gespielt werden.
Abstrakte Strategien: Zu schwierig zu antizipieren.
Zu lange Dauer: Eingeschränkte Aufmerksamkeit, Müdigkeit.
Kleine Teile: Schwierigkeiten mit der Feinmotorik.
Ergebnis: Frustration, Aufgabe, Ausgrenzung.
Aber mit Anpassungen: Freude, Erfolg, Inklusion!
Allgemeine Anpassungsprinzipien {#principes}
1. Regeln vereinfachen
Die Essenz des Spiels bewahren, sekundäre Regeln entfernen.
Beispiel (Monopoly):
2. Visuelle Hilfen verwenden
Piktogramme, Bilder, Fotos zur Ergänzung oder Ersetzung des Textes.
Visuelle Gedächtnisstütze: Plakat mit den Schritten eines Zuges, möglichen Aktionen.
3. Dauer reduzieren
Die Anzahl der Züge begrenzen, eine maximale Zeit festlegen.
Beispiel: "Wir spielen 10 Züge, dann zählen wir die Punkte."
4. Zusammenarbeit fördern
Kooperationsspiele: Alle gewinnen oder verlieren zusammen (keine stressige Konkurrenz).
Im Team spielen: Die Person mit Down-Syndrom mit einem Partner.
5. Material anpassen
Karten, Chips vergrößern.
Verwenden Sie leichter zu handhabende Chips (groß, aus Holz).
Das Brett vereinfachen (weniger visuelle Elemente).
6. Flexibel sein
Fehler akzeptieren, nicht starr bei den Regeln sein.
Das Ziel = Freude, nicht erbitterter Wettbewerb.
Konkrete Anpassungen {#adaptations}
Anpassung der Regeln
1. Die Anzahl der Regeln reduzieren
Nur das Wesentliche bewahren.
Beispiel (Uno):
2. Komplexe Entscheidungen eliminieren
Die Anzahl der Entscheidungen bei jedem Zug reduzieren.
Beispiel: Anstatt "Sie können X oder Y oder Z machen", anbieten "Sie machen X".
3. Im Team spielen
Pairing: Die Person mit Down-Syndrom mit einem Bruder oder einer Schwester oder einem Elternteil.
Gemeinsam über Entscheidungen diskutieren, aber die Person mit Down-Syndrom letztendlich entscheiden lassen.
4. Lesen entfernen
Wenn die Karten Text haben: Jemand liest laut für alle vor.
Oder Spiele ohne Text verwenden (bildbasiert, farbenbasiert).
Materielle Anpassung
1. Elemente vergrößern
Größere Karten drucken (A4 statt Kartengröße).
Chips vergrößern (Figuren, große Chips verwenden).
2. Farbcode
Jeder Spieler erhält eine Farbe (Chips, Karten), um die Identifizierung zu erleichtern.
3. Visuelle Gedächtnisstütze
Erstellen Sie ein laminiertes Blatt mit:
Neben dem Spieler anzeigen.
4. Visuelle Hilfen für das Zählen
Visuelle Punkteverfolgung (Regel, Chips bewegen) anstelle von schriftlichen Punkten.
5. Spezielle Würfel
Würfel mit farbigen Punkten, Würfel mit Piktogrammen.
Oder auf einen Würfel beschränken (statt 2).
Anpassung der Dauer
1. Kurze Spiele
Eine Zeit festlegen: "Wir spielen 15 Minuten" oder "5 Züge jeder".
2. Vereinfachte Ziele
Beispiel (Rennspiel):
3. Pausen
Wenn das Spiel lang ist: Pausen einlegen (aufstehen, trinken, sich bewegen).
Anpassung des Wettbewerbs
1. Kooperationsspiele
Beispiele für Kooperationsspiele:
Alle spielen zusammen gegen das Spiel.
2. Teilnahme wertschätzen
Das Spiel loben, nicht nur den Sieg.
"Gut gespielt, weil du gut gespielt hast!" auch wenn verloren.
3. Variante "Alle gewinnen"
Am Ende die Punkte aller Spieler addieren.
"Wir haben zusammen 50 Punkte erzielt, das ist großartig!"
Von Natur aus zugängliche Spiele {#accessible-games}
Glücksspiele (wenig Strategie)
1. Würfelspiele
Yams, Schweinchen, Kleine Pferde.
Basierend auf Glück: kein kognitiver Nachteil.
2. Das Spiel der Gans
Einfach: Würfeln, vorankommen.
Verschiedene Themen (Tiere, Prinzessinnen, Autos).
3. Lotto, Bingo
Visuelle Erkennung, wenig Regeln.
Gedächtnisspiele
Memory
Karten umdrehen, Paare finden.
Zugänglich: Menschen mit Down-Syndrom können sehr stark sein!
Schnelligkeitsspiele
Dobble
Das gemeinsame Symbol zwischen zwei Karten finden.
Visuell, schnell, lustig.
Dschungel-Speed (wenn die motorischen Fähigkeiten ausreichend sind)
Kooperative Bau Spiele
Jenga (Turm gemeinsam bauen)
Kapla (freie Konstruktionen)
Einfache Kartenspiele
Krieg
Vergleichen der Zahlen: Wer hat die größte?
Uno (vereinfachte Version)
7 Familien (mit klaren Bildern)
Angepasste Kooperationsspiele
Kleine Kooperation (Djeco)
Sehr einfach, kooperativ, für kleine Kinder (aber angepasst für Menschen mit Down-Syndrom).
Obstgarten (Haba)
Würfeln, Früchte pflücken, bevor der Rabe ankommt.
Sensorische Spiele
Fühlen und Finden
Objekte durch Fühlen erkennen in einem Sack.
Lotto der Gerüche und Klänge
Tipps für gelungene Spiele {#tips}
Vor dem Spiel
1. Den richtigen Zeitpunkt wählen
Vermeiden: Wenn müde, verärgert, unter Druck.
Bevorzugen: Ruhiger Nachmittag, Wochenende.
2. Die Regeln einfach erklären
Kurze Sätze, einfaches Vokabular.
Zeigen statt erklären (eine Beispielrunde machen).
Verständnis überprüfen: "Zeig mir, was du machst."
3. Sich wohlfühlen
Tisch frei, genug Platz.
Geeigneter Stuhl, richtige Beleuchtung.
Während des Spiels
Unterstützen, ohne es für sie zu tun
Leiten: "Es ist dein Zug. Was machst du?"
Zeit geben zum Nachdenken, nicht drängen.
Helfen, wenn blockiert, aber Autonomie fördern.
2. Motivation aufrechterhalten
Positives Ermutigen: "Gut gespielt!" "Du wirst besser!"
Lachen, Leichtigkeit, nicht zu ernst nehmen.
3. Frustration managen
Wenn verärgert, Pause: "Lass uns eine Pause machen, atmen."
Niederlagen normalisieren: "Es ist normal zu verlieren, das passiert jedem."
4. In Echtzeit anpassen
Wenn zu schwierig: Noch vereinfachen.
Wenn zu einfach: Eine Regel hinzufügen.
Flexibilität.
Nach dem Spiel
1. Teilnahme wertschätzen
"Es war toll, mit dir zu spielen!"
Unabhängig davon, wer gewonnen hat, ist das Wichtigste der geteilte Moment.
2. Gemeinsam aufräumen
Das Spiel aufräumen (sortieren, organisieren).
3. Vorschlagen, erneut zu spielen
"Hat es dir gefallen? Wir können bald wieder spielen!"
Eine Routine schaffen (zum Beispiel, jeden Samstagnachmittag Gesellschaftsspiele).
Erstellen Sie Ihre eigenen Anpassungen
Hilfsmittel erstellen
Computer + Drucker:
Laminierung für Langlebigkeit.
Bestehende Spiele modifizieren
Beispiel: Uno
Eine Gedächtnisstütze auf die Box kleben.
Hausregeln erfinden
Es ist nicht nötig, die offiziellen Regeln zu befolgen!
Erstellen Sie Ihre eigenen Varianten, die auf Ihre Familie zugeschnitten sind.
Ressourcen und Gemeinschaften
Webseiten und Verbände
Ludomieux: Verband, der Spielanpassungen für Behinderungen anbietet.
Hoptoys: Geschäft für angepasste Spiele und Spielzeuge (Online-Katalog).
Elternforen: Ideen zur Anpassung austauschen (Facebook-Gruppen, Foren Trisomie 21 Frankreich).
Spiele-Mediatheken
Einige Spiele-Mediatheken haben Abschnitte "angepasste Spiele".
Ausleihen bevor man kauft (testen).
Ein inklusives Spielclub gründen
Spiele-Nachmittage organisieren mit anderen Familien (Kinder mit Down-Syndrom + neurotypisch).
Sozialisierung + Erfahrungsaustausch.
Fazit: Gemeinsam spielen ist möglich
Gesellschaftsspiele sind nicht nur für neurotypische Menschen reserviert. Mit einfachen Anpassungen - Vereinfachung der Regeln, visuelle Hilfen, Flexibilität - können Menschen mit Down-Syndrom vollständig teilnehmen und in diesen Spaßmomenten aufblühen.
Die Schlüssel zum Erfolg:
1. Die Regeln vereinfachen (das Wesentliche bewahren)
2. Visuelle Hilfen verwenden (Piktogramme, Gedächtnisstützen)
3. Zugängliche Spiele wählen (Glück, Gedächtnis, kooperativ)
4. Material anpassen (vergrößern, vereinfachen)
5. Flexibel und wohlwollend sein
6. Die Teilnahme mehr wertschätzen als den Sieg
Gemeinsam spielen schafft Erinnerungen, stärkt die Bindungen und entwickelt Fähigkeiten. Lassen Sie Ihre Angehörigen nicht um diese wertvollen Momente bringen. Passen Sie an und spielen Sie!
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Gemeinsam spielen bedeutet gemeinsam wachsen. Passen Sie die Spiele an und bieten Sie Ihren Angehörigen Momente der Freude, des Teilens und des Stolzes.*