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Die Tablette in der Psychomotorik: Koordinationsübungen, Körperschema und tonische Regulation | DYNSEO

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Das Tablet in der Psychomotorik: Koordination, Körperbild und tonische Regulation

Die Psychomotorik ist von Natur aus eine Disziplin des Körpers in Bewegung. Der Psychomotoriker arbeitet mit seinen Händen, seinem Blick, Bällen, motorischen Parcours und Gleichgewichtsspielen. In diesem Kontext kann die Idee, ein digitales Tablet einzuführen, paradox erscheinen. Dennoch, die digitale Technologie ersetzt den Körper nicht — sie erweitert ihn.

Das Tablet bietet dem Psychomotoriker ein einzigartiges ergänzendes Werkzeug: ein Medium, das die Koordination objektiv misst, das Kinder motiviert, die gegenüber traditionellen Übungen zurückhaltend sind, das die Stimulation zwischen den Sitzungen verlängert und das — in seiner Wippversion — den Bildschirm in ein Werkzeug für die globale Motorik verwandelt.

Dieser Leitfaden unterstützt Sie dabei, digitale Werkzeuge in Ihre psychomotorische Praxis zu integrieren, von der Praxis über das Zuhause bis hin zur Schule.

1. Warum die digitale Technologie ihren Platz in der Psychomotorik hat

Der Psychomotoriker ist der Spezialist für die Beziehung zwischen Körper und Geist. Sein Eingreifen bezieht sich auf die Koordination, das Körperbild, die tonische Regulation, die raum-zeitliche Strukturierung und die exekutiven Funktionen in ihrer körperlichen Dimension. Das traditionelle Material — Reifen, Bälle, Parcours, sensorische Spiele — bleibt die unersetzliche Basis dieser Praxis.

Aber das physische Material hat Grenzen, die den Psychomotorikern gut bekannt sind. Erste Grenze: die Schwierigkeit, die Koordination objektiv zu messen. Zu beobachten, dass ein Kind „besser koordiniert“, ist eine valide klinische Einschätzung, aber schwer quantifizierbar in einer Wiederbewertung. Das Tablet hingegen erfasst die Reaktionszeit, die Präzision der Bewegung, die Anzahl der Fehler und die Regelmäßigkeit der Leistung.

Zweite Grenze: die Motivation bestimmter Profile. Kinder mit ADHS, die einen bedeutenden Teil der Klientel des Psychomotorikers ausmachen, sind oft gegen strukturierte Übungen eingestellt. Das spielerische Format des Tablets entschärft diesen Widerstand und verwandelt die therapeutische Arbeit in eine motivierende Herausforderung.

Dritte Grenze: die Kontinuität zwischen den Sitzungen. Ein Kind, das einmal pro Woche in der Psychomotorik gesehen wird, übt an den anderen sechs Tagen keine okulomotorische Koordination. Das Tablet ermöglicht es, kurze tägliche Übungen zu verschreiben, die die Stimulation aufrechterhalten und die Fortschritte beschleunigen.

💡 Wussten Sie das? Mehrere Studien, die in Human Movement Science und Research in Developmental Disabilities veröffentlicht wurden, zeigen, dass tabletgestützte Interventionen die oculomotorische Koordination und die Feinmotorik bei Kindern mit Entwicklungsstörung der Koordination (TDC) signifikant verbessern. Das sofortige visuelle Feedback beschleunigt das motorische Lernen, indem es die Wahrnehmungs-Handlungs-Schleife verstärkt.

2. Die 5 konkreten Vorteile des Tablets in der Psychomotorik-Sitzung

  1. Objektive Messung der Koordination. Die digitalen Übungen quantifizieren die Reaktionszeit, die Gestenpräzision, die Regelmäßigkeit der Bewegung und die Anzahl der Fehler. Diese Daten verwandeln die subjektive klinische Beobachtung in verwertbare Metriken für Ihre Bewertungen. Sie können den Eltern zeigen, dass ein dyspraxisches Kind seine Zeigedauer in 8 Wochen um 40 % reduziert hat – ein viel überzeugenderes Argument als „es verbessert sich“.
  2. Motivation von widerstandsfähigen Profilen. Kinder mit ADHS, die sich gegen klassische Übungen sträuben, engagieren sich spontan in den Tablet-Spielen. Das spielerische Format, positives Feedback und das sichtbare Fortschrittsgefühl verwandeln das „Ich will nicht“ in „noch ein Level!“. Diese Motivation ist ein wichtiger therapeutischer Hebel, den der Psychomotoriker strategisch nutzen kann.
  3. Die Wippe: Das Tablet wird zu einem Körperwerkzeug. Mit einer Wippunterstützung verwandelt sich das Tablet in ein echtes psychomotorisches Werkzeug. Das Kind muss das Tablet mit beiden Händen neigen, um eine virtuelle Kugel zu lenken. Dieses Gerät trainiert gleichzeitig die bimanuelle Koordination, die tonische Kontrolle, die Propriozeption der Hände und Handgelenke sowie die oculomotorische Koordination. Der Körper steht im Mittelpunkt der Übung.
  4. Übungen zu Hause und in der Schule. Der Psychomotoriker kann kurze tägliche Übungen (10 Minuten) verschreiben, die das Kind zu Hause oder im Rahmen des PPS in der Schule durchführt. Die AESH und die Eltern werden zu therapeutischen Vermittlern mit einem einfach zu verwendenden Werkzeug. Die Kontinuität der Stimulation zwischen den Sitzungen beschleunigt die motorischen Erwerbungen.
  5. Brücke zu schulischen Lerninhalten. Die auf dem Tablet trainierte oculomotorische Koordination und Feinmotorik sind die direkten Voraussetzungen für das Schreiben, Lesen (Augensakkaden) und die räumliche Orientierung. Der Psychomotoriker hat somit ein Werkzeug, das die Brücke zwischen der Körperrehabilitation und den schulischen Anforderungen schlägt, ein zentrales Argument in den Bildungsteams und den ESS.

3. Welche psychomotorischen Funktionen auf dem Tablet trainieren?

Das Tablet deckt nicht das gesamte psychomotorische Feld ab – und das ist normal. Es glänzt in bestimmten Funktionen und sollte für andere mit traditionellem Material ergänzt werden. Hier sind die Bereiche, in denen es einen echten Mehrwert bietet.

Oculomotorische Koordination

Dies ist das Hauptgebiet des Tablets in der Psychomotorik. Die Übungen zur visuellen Verfolgung, präzisem Zeigen, Augenverfolgung und gezielten Sakkaden fordern die Hand-Augen-Koordination mit einer Messgenauigkeit, die bei direkter Beobachtung unmöglich zu erreichen ist. Der Schwierigkeitsgrad steigt mit der Erhöhung der Geschwindigkeit, der Anzahl der Ziele und der Komplexität der Trajektorien. Diese Arbeit ist direkt auf das Schreiben und Lesen übertragbar.

Feinmotorik und Gestensteuerung

Die Übungen zum Ziehen und Ablegen, zum Zeichnen auf dem Bildschirm, zum präzisen Berühren und zur Druckdosierung fordern die intrinsischen Muskeln der Hand, die Fingerdissoziation und die Kontrolle der feinen Bewegung. Auf der Wippe erstreckt sich die Arbeit auf die Handgelenke und Unterarme, mit einer anspruchsvollen tonischen Dosierung. Diese Übungen ergänzen die Arbeit mit realen Objekten, die in der Sitzung durchgeführt wird.

Bimanuelle Koordination

Die Wippe ist das ideale Werkzeug, um die Koordination der beiden Hände zu trainieren. Beide Hände müssen zusammenarbeiten, um das Tablet zu neigen, mit einer asymmetrischen Dosierung je nach gewünschter Richtung. Diese Arbeit ist besonders relevant für dyspraxische Kinder und Patienten mit schlecht ausgeprägter Lateralisierung oder tonischer Asymmetrie.

Räumlich-zeitliche Strukturierung

Orientierungsspiele, Rasterverfolgung, Nachbildung von Trajektorien und zeitliche Sequenzierung trainieren die Strukturierung von Raum und Zeit. Diese Funktionen, die oft bei praxisbezogenen Störungen und ADHS beeinträchtigt sind, sind wesentliche Voraussetzungen für schulische Lerninhalte (Geometrie, Tabellenlesen, Arbeitsorganisation).

Körperliche exekutive Funktionen

Die motorische Planung, die Hemmung einer automatischen Bewegung, die Flexibilität bei der Wahl einer motorischen Strategie: Diese „verkörperten“ exekutiven Funktionen stehen im Mittelpunkt der Psychomotorik. Spiele vom Typ go/no-go, Übungen zum Wechseln von Bewegungen und räumliche Planungsparcours fordern diese Funktionen in einem ansprechenden und messbaren Format.

Tonische Regulierung und Entspannung

Das Tablet kann als Unterstützung zur tonischen Regulierung dienen: Die Übungen zur Druckdosierung (stark vs. sanft drücken), zur kontrollierten Langsamkeit (einem Ziel mit reduzierter Geschwindigkeit folgen) und zur Haltungsstabilität (Wippe im Gleichgewicht) trainieren die willentliche tonische Kontrolle. Einige Psychomotoriker integrieren diese Übungen in Sequenzen zur Beruhigung am Ende der Sitzung.

🎯 Die Schlüssel-Funktionen in der digitalen Psychomotorik

  • Oculomotorische Koordination (Verfolgung, Zeigen, Sakkaden)
  • Feinmotorik und digitale Dissociation
  • Bimanuale Koordination (Wippe)
  • Tonische Kontrolle und Kraftdosierung
  • Räumliche und zeitliche Strukturierung
  • Motorische Planung und gestische Sequenzierung
  • Motorische Hemmung und Flexibilität
  • Indirekte Graphomotorik (Vorbereitung auf das Schreiben)

4. Pathologien und betroffene Bevölkerungsgruppen

Die Psychomotorik richtet sich an verschiedene Bevölkerungsgruppen, mit einer pädiatrischen Vorherrschaft in der freien Praxis. Die digitalen Werkzeuge passen sich dank der Modularität der Übungen und Schwierigkeitsgrade an jedes Profil an.

BevölkerungPathologienGezielte FunktionenAnwendung
Kinder 5-7 JahreTDC (Dyspraxie), psychomotorische Verzögerung, GrafikstörungOculomotorische Koordination, Feinmotorik, GraphomotorikCOCO ÜBERLEGT + BILLE QUI ROULE
Kinder 7-10 JahreADHS, TSA mit motorischen Störungen, LateralisierungsstörungHemmung, bimanuale Koordination, räumliche StrukturierungCOCO ÜBERLEGT + BILLE QUI ROULE
JugendlicheADHS, persistierende Dyspraxie, LernstörungenExekutive Funktionen, Verarbeitungsgeschwindigkeit, PlanungJOE + BILLE QUI ROULE
SeniorenParkinson, Sturzprävention, motorischer RückgangKoordination, Reaktionszeit, posturale Balance (über Wippe)EDITH + BILLE QUI ROULE

Das gemeinsame Merkmal aller dieser Profile ist das Bedürfnis nach motorischer Wiederholung. Motorisches Lernen erfordert Hunderte, ja Tausende von Wiederholungen, um eine Bewegung zu automatisieren. Die wöchentlichen Sitzungen können diese Dosis nicht allein bereitstellen. Das Tablet, das täglich zu Hause genutzt wird, vervielfacht die Anzahl der Wiederholungen und beschleunigt die Automatisierung der in der Sitzung bearbeiteten motorischen Muster.

5. Wie Sie das Tablet in Ihre Praxis integrieren

Das Tablet integriert sich in die Sitzung der Psychomotorik als ein Werkzeug unter vielen, nicht als Ersatz für das körperliche Material. Der Schlüssel ist die Dosierung und Komplementarität.

Schritt 1: Die Rolle des Tablets in Ihrem therapeutischen Projekt identifizieren

Definieren Sie für jeden Patienten, was das Tablet bietet, was das physische Material nicht abdeckt: objektive Daten für die Bewertung, Motivation für ein widerspenstiges Kind, Training zu Hause zwischen den Sitzungen oder spezifisches Arbeiten an der oculomotorischen Koordination. Das Tablet ist nur relevant, wenn es ein identifiziertes Bedürfnis erfüllt.

Schritt 2: In der Sitzung als Station im Parcours integrieren

Die beste Art, das Tablet einzuführen, besteht darin, es als Station in einem psychomotorischen Parcours zu platzieren. Zum Beispiel: Gleichgewichtskurs → Tablet-Station (oculomotorische Koordination, 5 Min.) → Ballübung → Wippenstation (Bille qui Roule, 5 Min.) → Entspannung. Diese Integration in den Fluss der Sitzung vermeidet die Falle des „alles Tablet“ und erhält die ganzheitliche körperliche Dimension.

Schritt 3: Die Wippe in der Sitzung nutzen

Die Bille qui Roule ist das relevanteste Gerät in der Psychomotorik. Stellen Sie das Tablet auf die Halterung, und das Kind muss das Tablet neigen, um die Kugel durch einen Parcours zu führen. Beginnen Sie mit einfachen Parcours (rechts/links), und komplexifizieren Sie dann (Labyrinthe, Hindernisse, zeitliche Einschränkungen). Dieses Gerät verwandelt das Tablet in ein propriozeptives und tonisches Werkzeug, das der psychomotorischen Praxis am nächsten kommt.

Schritt 4: Zu Hause und in der Schule verschreiben

Verschreiben Sie 10 Minuten pro Tag gezielte Übungen: 5 Minuten oculomotorische Koordination auf einem klassischen Tablet + 5 Minuten Wippe, wenn die Familie das Gerät hat. Schulen Sie die Eltern oder den AESH in der Nutzung. Erstellen Sie ein einfaches und visuelles Programm, dem das Kind selbstständig folgen kann.

Schritt 5: Die Daten in Ihren Bewertungen nutzen

Die Statistiken der Plattform fließen direkt in Ihre psychomotorischen Bewertungen ein. Die Kurven der oculomotorischen Koordination, die Werte der Feinmotorik und die Reaktionszeiten dokumentieren den Fortschritt objektiv. Diese Daten ergänzen Ihre klinischen Beobachtungen und stärken Ihre Anfragen zur Verlängerung bei den verschreibenden Ärzten.

"Ich habe die rollende Kugel in meinen motorischen Kurs integriert, wie eine Station unter anderen. Die Kinder lieben es. Und ich habe endlich quantifizierbare Daten zur bimanualen Koordination, die ich vorher nicht messen konnte."

— Élodie T., freiberufliche Psychomotorikerin, Montpellier

6. Die 5 Fehler, die in der digitalen Psychomotorik zu vermeiden sind

Die digitale Psychomotorik wirft berechtigte Fragen auf. Hier sind die häufigsten Fallen und wie man sie umgeht.

❌ Fehler 1: Die Sitzung in eine Bildschirm-Sitzung verwandeln

30 Minuten Sitzung auf dem Tablet verbringen, zum Nachteil der ganzheitlichen Körperarbeit. Das Kind sitzt, die Augen auf den Bildschirm gerichtet, ohne posturale Anforderung oder Engagement des gesamten Körpers.

✅ Der richtige Ansatz

Begrenzen Sie das Tablet auf maximal 10-15 Minuten pro Sitzung, integriert als Station in einen breiteren psychomotorischen Parcours. Das Tablet ist eine Ergänzung, niemals der Kern der Sitzung. Der Körper in Bewegung bleibt die oberste Priorität des Psychomotorikers.

❌ Fehler 2: Nur kognitive Übungen auf dem Tablet verwenden

Spiele zur Gedächtnis- oder Logik, die keine psychomotorische Funktion ansprechen. Das Kind arbeitet an reiner Kognition, was mehr in den Bereich des Neuropsychologen als des Psychomotorikers fällt.

✅ Der richtige Ansatz

Bevorzugen Sie Übungen, die die Bewegung ansprechen: oculomotorische Koordination (Zeigen, Verfolgen von Zielen), Feinmotorik (präzises Ziehen und Ablegen, Nachzeichnen), und vor allem das Wippen, das den gesamten Körper einbezieht. Ergänzen Sie mit Übungen zur räumlichen Strukturierung, die eine körperliche Dimension haben (Orientierung, Standortbestimmung).

❌ Fehler 3: Den posturalen Aspekt während der Nutzung vernachlässigen

Das Kind das Tablet auf einem Stuhl schlaff nutzen lassen, mit geneigtem Kopf und unstabilisierten Ellenbogen. Die Arbeitsposition beeinflusst direkt die Qualität der Bewegung und kann schlechte motorische Muster verstärken.

✅ Der richtige Ansatz

Überprüfen Sie die Arbeitsposition, wie Sie es bei einer Grafikübung tun würden. Tablet in einem Winkel von 30°, stabilisierte Ellenbogen, Sitzhöhe angepasst an die Größe des Kindes. Für das Wippen überprüfen Sie, ob das Kind steht oder sitzt mit einer guten posturalen Ausrichtung. Die Haltung ist ein integraler Bestandteil der psychomotorischen Übung.

❌ Fehler 4: Den Schwierigkeitsgrad nicht an das psychomotorische Profil anpassen

Dem 6-jährigen Kind mit TDC das gleiche Schwierigkeitsniveau anbieten wie dem 9-jährigen Kind mit ADHS. Die Profile sind radikal unterschiedlich und die Ziele auch.

✅ Der richtige Ansatz

Kalibrieren Sie jede Übung individuell. Ein Kind mit TDC arbeitet mit großen Zielen und langen Reaktionszeiten. Ein Kind mit ADHS arbeitet an schnellen Hemmungsübungen mit Ablenkungen. Das gleiche Werkzeug, aber diametral entgegengesetzte Einstellungen. Testen Sie in der Sitzung, bevor Sie zu Hause verschreiben.

❌ Fehler 5: "Körper" und "Bildschirm" gegeneinander ausspielen

Das digitale Werkzeug aus Prinzip im Namen der körperlichen Philosophie der Psychomotorik abzulehnen oder im Gegenteil ohne Reflexion zu übernehmen. Beide extremen Positionen schaden dem Patienten.

✅ Der richtige Ansatz

Denken Sie „Kontinuum“. Der Körper steht im Mittelpunkt. Das Tablet ist eine Verlängerung der Geste. Der Balancier ist eine Brücke zwischen beiden. Die digitalen Daten objektivieren, was Ihr klinischer Blick wahrnimmt. Das Werkzeug dient Ihrer Expertise, es ersetzt sie nicht.

7. Fallstudien: 3 Profile, 3 konkrete Ergebnisse

Wie integriert sich die digitale Welt in die Realität der Psychomotorik-Praxis? Hier sind drei konkrete Fälle.

👧
TDC — Visuospatiale Dyspraxie
Léa, 6 Jahre — TDC mit schwerer Grafikstörung

Kontext: Léa ist in der Vorschule und hat die Schreibgeste nicht erlernt. Sie hält ihren Stift in einer Handhaltung, die Buchstaben sind unleserlich, und das Ausmalen überschreitet systematisch die Linien. Die psychomotorische Beurteilung zeigt ein TDC (visuospatiale Dyspraxie) mit einem ausgeprägten Defizit in der oculomotorischen Koordination, einer stark unter dem Alter liegenden Feinmotorik und einem fragilen Körperbild. Der Eintritt in die Grundschule steht bevor und die Eltern sind besorgt.

Digitales Protokoll: Die Psychomotorikerin integriert COCO und die rollende Kugel in die wöchentlichen Sitzungen. In der Sitzung (45 Min): klassischer motorischer Parcours (20 Min) → COCO-Tablet-Station für die oculomotorische Koordination (8 Min) → rollende Kugel-Station für die bimanuelle Koordination (7 Min) → Entspannung und Körperbild (10 Min). Zu Hause begleitet die Mutter Léa jeden Abend für 10 Minuten COCO (oculomotorische Koordination + räumliche Orientierung).

Ergebnis nach 12 Wochen: Léa macht spektakuläre Fortschritte in der oculomotorischen Koordination. Das Verfolgen von Zielen, zu Beginn katastrophal, liegt jetzt im unteren Normbereich für ihr Alter. Die rollende Kugel hat die tonische Dosierung ihrer Hände erheblich verbessert: Sie wechselt spontan von einer Handhaltung zu einer dreifingrigen Haltung auf dem Stift. Die Psychomotorikerin übermittelt die Fortschrittsdaten an die Ergotherapeutin, die die Arbeit an der Feinmotorik übernimmt.

📊 Gemessene Ergebnisse: verbesserter oculomotorischer Koordinationsscore um 55 % (von 32/100 auf 50/100), reduzierte Zeigedauer um 42 %. Verbesserter bimanueller Koordinationsscore (rollende Kugel) um 38 %. Die Lehrerin bemerkt, dass Léa nun die Grafikaktivitäten akzeptiert, eine bedeutende Verhaltensänderung.

👦
ADHS — Hemmung und Regulation
Adam, 8 Jahre — ADHS Typ kombiniert mit motorischer Impulsivität

Kontext: Adam ist mit ADHS Typ kombiniert diagnostiziert. In der Sitzung der Psychomotorik ist er unruhig, impulsiv in seinen Bewegungen und bricht die Übungen ab, sobald sie schwierig werden. Die psychomotorische Beurteilung zeigt ein Defizit in der motorischen Hemmung, eine insgesamt korrekte Koordination, aber eine feine Motorik, die durch Eile gestört wird, sowie eine sehr variable Reaktionszeit (mal zu schnell, mal abwesend). Adam ist den klassischen strukturierten Übungen gegenüber ablehnend.

Digitales Protokoll: Die Psychomotorikerin nutzt Adams Motivation für Videospiele. COCO wird mit Hemmungsübungen (art von Go/No-Go-Spiel), selektiver Aufmerksamkeit (Zielerkennung unter Ablenkungen) und gestischer Dosierung (präzises Berühren ohne Eile) eingeführt. Die sportliche Pause von COCO alle 15 Minuten kanalisiert Adams Bewegungsdrang. Die rollende Kugel wird am Ende der Sitzung als Übung zur Beruhigung verwendet: die Kugel langsam zu führen erfordert eine tonische Kontrolle, die die Unruhe beruhigt.

Ergebnis nach 10 Wochen: Die bemerkenswerteste Veränderung ist das Engagement von Adam. Zum ersten Mal bittet er darum, die Übungen fortzusetzen, anstatt sie abzubrechen. Die Eltern berichten, dass er die 10 täglichen Minuten auf COCO akzeptiert „weil es ein Spiel ist“. Die motorische Hemmung verbessert sich: Adam macht weniger Fehlalarme bei den Go/No-Go-Übungen. Die rollende Kugel am Ende der Sitzung hat ein Ritual zur Beruhigung geschaffen, das die Psychomotorikerin zuvor nicht einführen konnte.

📊 Gemessene Ergebnisse: Fehler in der Hemmung (Fehlalarme) um 45 % reduziert, Variabilität der Reaktionszeit um 30 % reduziert, gestische Dosierung (Berührgenauigkeit) um 28 % verbessert. Die Einhaltung zu Hause betrug 85 %, ein bemerkenswertes Ergebnis für ein Kind mit ADHS in anfänglicher Ablehnung.

👴
Geriatrie — Sturzprävention
Robert, 76 Jahre — Parkinson Stadium 2 mit Gleichgewichtsstörung

Kontext : Robert wird in der Psychomotorik wegen einer Gleichgewichtsstörung und einer Steifheit der oberen Gliedmaßen, die mit seiner Parkinson-Krankheit zusammenhängt, behandelt. Er ist in 6 Monaten bereits zweimal gefallen. Die Psychomotorikerin arbeitet in der Sitzung an dynamischem Gleichgewicht, Koordination und tonischer Regulation. Robert lebt mit seiner Frau und ist motiviert, „Übungen“ zwischen den Sitzungen zu machen, weiß aber nicht, was er eigenständig tun soll.

Digitales Protokoll : Die Psychomotorikerin führt EDITH (angepasste kognitive Übungen für Senioren, keine stressige Stoppuhr) und die Rollende Kugel im Sitzen ein, um die bimanuelle Koordination und die tonische Kontrolle der Handgelenke und Unterarme zu trainieren. In der Sitzung: klassisches Gleichgewichtstraining (20 Min) → Station Rollende Kugel im Sitzen (10 Min) → EDITH für räumliche Orientierung und Reaktionszeiten (10 Min). Zu Hause üben Robert und seine Frau morgens 10 Minuten EDITH und nachmittags 5 Minuten Rollende Kugel (sitzend, gesichert).

Ergebnis nach 14 Wochen : Robert hat in diesem Zeitraum keinen Rückfall erlitten. Die Psychomotorikerin stellt eine Verbesserung der tonischen Kontrolle der Hände und Handgelenke fest, die auf alltägliche Bewegungen übertragbar ist (Knöpfen, Öffnen von Gläsern). Die auf EDITH gemessenen Reaktionszeiten sind stabil, was im Parkinson-Kontext ein positives Ergebnis ist. Roberts Frau berichtet, dass die täglichen Übungen zu einem Ritual des Paares geworden sind, mit einem positiven Effekt auf die Stimmung beider.

📊 Gemessene Ergebnisse : null Stürze in 14 Wochen (vs 2 in den 6 vorhergehenden Monaten), Beibehaltung der Reaktionszeiten (keine Verschlechterung), Verbesserung des bimanuellen Koordinationsscores (Rollende Kugel) um 18 %. Die Einhaltung lag bei 92 % — die höchste in der aktiven Warteschlange der Psychomotorikerin.

"Was ich an der Rollenden Kugel mag, ist, dass das Kind seinen Körper arbeitet, ohne es zu merken. Es denkt, es spielt ein Videospiel, ich sehe seine Handgelenke, die stärker werden, und seine bimanuelle Koordination, die sich verbessert. Es ist Psychomotorik, die als Spiel verkleidet ist."

— Élodie T., Psychomotorikerin, Montpellier

8. Fokus: Die rollende Kugel, das psychomotorische Werkzeug par excellence

Unter all den verfügbaren digitalen Werkzeugen nimmt die rollende Kugel einen einzigartigen Platz in der Psychomotorik ein. Es ist das einzige Gerät, das das Tablet in ein echtes Körperwerkzeug verwandelt und über die einfache taktile Interaktion hinausgeht, um den gesamten Körper in das Spiel einzubeziehen.

Das Prinzip

Das Tablet wird auf einen Ständer gelegt, der es in eine kippbare Plattform verwandelt. Der Benutzer muss das Tablet mit beiden Händen neigen, um eine virtuelle Kugel durch einen Hindernisparcours rollen zu lassen. Die Kugel reagiert auf die kleinsten Bewegungen: zu abrupt und sie rutscht, zu langsam und sie bleibt stehen. Der Patient muss die richtige tonische Dosierung finden — eine grundlegende Übung in der Psychomotorik.

Was die rollende Kugel trainiert

Die Liste der beanspruchten Funktionen ist bemerkenswert lang für eine einzige Übung. Die beidseitige Koordination ist ständig gefordert: Beide Hände müssen zusammenarbeiten, mit asymmetrischen Rollen je nach gewünschter Richtung. Die tonische Kontrolle steht im Mittelpunkt der Übung: Dosierung der Kraft, schrittweises Entspannen, Halten einer stabilen Position. Die okulomotorische Koordination wird ständig gefordert: Die Kugel mit den Augen verfolgen, während man die Hindernisse antizipiert. Die Propriozeption der Hände, Handgelenke und Unterarme liefert die notwendigen Informationen für die motorische Anpassung. Und die motorische Planung kommt bei komplexen Parcours ins Spiel: Die Trajektorie antizipieren, Kurven vorhersagen, die Strategie anpassen.

Für wen ist das relevant?

Die rollende Kugel ist besonders geeignet für Kinder mit TDC (Vorbereitung auf die Graphomotorik durch Stärkung der posturalen Kontrolle der Hand), Kinder mit ADHS (Übung zur tonischen Regulierung und Rückkehr zur Ruhe), Patienten nach einem Schlaganfall (Reintegration des vernachlässigten oberen Gliedmaßes durch Bimanualität) und Parkinson-Patienten (Erhaltung der Geschicklichkeit und Prävention von Steifheit). Ihre Vielseitigkeit macht sie zu einem seltenen transversalen Werkzeug.

💡 Praktischer Rat. Variieren Sie während der Sitzung die Positionen: stehend (Engagement des Rumpfes und des Gleichgewichts), sitzend an einem Tisch (Fokus auf Hände und Handgelenke), sitzend auf dem Boden (Engagement des Rumpfes und der gesamten Körperhaltung). Jede Position verändert die motorischen Anforderungen und bereichert die psychomotorische Arbeit. Dieselbe Übung, drei Positionen, drei verschiedene Körpererfahrungen.

9. Das Tablet zwischen der Praxis, der Schule und dem Zuhause

Die Psychomotorik beschränkt sich nicht auf die Praxis. Der Psychomotoriker interveniert auch in der Schule (im Rahmen der RASED oder des PPS), in CAMSP, in CMP und verschreibt Übungen für zu Hause. Das Tablet erleichtert diese Kontinuität zwischen den Lebensorten des Kindes.

In der Schule kann das Tablet von der AESH im Rahmen der im PPS vorgesehenen Anpassungen verwendet werden. Kurze Übungen zur Augenmotorik (5 Minuten) vor einer Grafik-Sitzung bereiten das oculomotorische System vor und verbessern die Qualität des anschließenden Schreibens. Das ist ein konkretes Argument, das der Psychomotoriker im ESS (Team zur Unterstützung der Schulbildung) vorbringen kann.

Zu Hause werden die Eltern zu therapeutischen Vermittlern. Das Programm ist einfach: 10 Minuten gezielte Übungen, mit klaren Anweisungen und einem Werkzeug, das das Kind bereits kennt, da es es in der Sitzung verwendet. Die Kontinuität der Stimulation zwischen den Sitzungen beschleunigt die motorischen Erwerbungen erheblich. Studien zum motorischen Lernen zeigen, dass die verteilte Praxis (kurz, aber täglich) viel effektiver ist als die massierte Praxis (lang, aber mit Abständen).

Die Plattform zur Nachverfolgung vereint die Daten aus den drei Umgebungen. Egal, ob das Kind in der Praxis, in der Schule oder zu Hause übt, die Statistiken konvergieren im selben Dashboard. Der Psychomotoriker hat einen vollständigen Überblick über die tatsächliche Praxis des Kindes, ohne von den verbalen Berichten der Eltern oder des Lehrers abhängig zu sein.

🏠 Die Kontinuität zwischen Praxis, Schule und Zuhause organisieren

  • In der Sitzung: 10-15 Minuten Tablet integriert in den psychomotorischen Verlauf
  • In der Schule: 5 Minuten vor dem Zeichnen (über AESH, im Rahmen des PPS)
  • Zuhause: 10 Minuten pro Tag, beaufsichtigt von einem geschulten Elternteil
  • Die AESH und die Eltern in einer speziellen Sitzung schulen
  • Wöchentlich die Statistiken einsehen, um Anpassungen vorzunehmen
  • Die Fortschrittsdaten in ESS präsentieren, um die Anpassungen zu begründen

10. Wie wählt man das richtige digitale Werkzeug aus?

Die Bedürfnisse des Psychomotorikers sind spezifisch: Das Werkzeug muss den Körper einbeziehen, nicht nur den Geist. Hier sind die wesentlichen Auswahlkriterien.

KriteriumWarum es in der Psychomotorik wichtig ist
Übungen zur oculomotorischen KoordinationDas ist die Hauptfunktion des Tablets in der Psychomotorik — überprüfen Sie, ob die Übungen zahlreich und anpassbar sind
Verfügbares WippgerätDas Wippgerät verwandelt das Tablet in ein körperliches Werkzeug: ohne es bleibt man im reinen Tasten
Integrierte SportpausenUnverzichtbar für Kinder mit ADHS: begrenzt die Bildschirmzeit und kanalisiert das Bewegungsbedürfnis
Professionelle NachverfolgungsplattformObjektive Daten zur Koordination und Feinmotorik für Ihre Verlängerungsberichte
Anpassung nach AltersgruppeDie Benutzeroberfläche für ein 5-jähriges Kind ist nicht für einen 75-jährigen Senioren geeignet
Offline-NutzungFür Sitzungen in der Schule, in CAMSP oder in Haushalten ohne WLAN
DSGVO-KonformitätDie Daten von minderjährigen Patienten sind besonders sensibel

Das unterscheidende Kriterium in der Psychomotorik ist das körperliche Engagement. Ein Werkzeug, das nur klassische taktile Übungen (berühren, gleiten) anbietet, bleibt begrenzt. Ideal ist ein Werkzeug, das feine taktile Übungen UND ein Wippgerät kombiniert, um sowohl die digitale Feinmotorik als auch die globale Koordination der oberen Gliedmaßen zu trainieren.

Testen Sie das Werkzeug immer mit Ihren Patienten in einer realen Situation. Ein 6-jähriges Kind mit TDC und ein 14-jähriger Jugendlicher mit ADHS reagieren nicht gleich. Beobachten Sie das motorische Engagement, die Motivation und die Relevanz der Übungen für Ihr spezifisches Therapieprojekt.

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