Über den Kurs
Senioren anders begleiten: Spielen zur Stimulation und zum Teilen
Spiele und digitale Medien nutzen, um zu stimulieren, Beziehungen zu schaffen und die Begleitung zu personalisieren
100 % Online-Training, in Ihrem eigenen Tempo
4 Stunden – 7 progressive Module
Zielgruppe
Betreuer in Altenheimen, Pflegekräfte, Hauswirtschaftshilfen, Angehörige und nahestehende Personen, die ältere Menschen – unabhängig oder fragil – begleiten und Spiele sowie Tablets als Werkzeuge zur kognitiven Stimulation und zur Beziehungsgestaltung nutzen möchten.
Dauer
4 Stunden – Vollständige Schulung verteilt auf 7 progressive Module
Modalitäten
100 % Online-Training, zugänglich von Ihrem Computer oder Tablet. Sie lernen in Ihrem eigenen Tempo, wann immer Sie möchten, ohne zeitliche Einschränkungen.
Was Sie lernen werden
Spielen ist keine nebensächliche Aktivität in der Begleitung älterer Menschen: Es ist ein kraftvolles Werkzeug, das mehrere Dimensionen des Wohlbefindens anspricht. Es bringt Freude, stimuliert die kognitiven Funktionen, wertschätzt die Person und fördert die sozialen Beziehungen. Im Gegensatz zu einer rein kognitiven Aktivität, die schnell langweilig werden kann, hält das Spiel die Aufmerksamkeit und Motivation aufrecht – die Person möchte weitermachen.
Diese Schulung gibt Ihnen alle Schlüssel an die Hand, um Spiele und Tablets als Hilfsmittel zur kognitiven Stimulation und zur Beziehungsgestaltung mit Senioren zu nutzen. Sie lernen, wie Sie einem älteren Menschen, der mit Tablets nicht vertraut ist, die Bedienung erklären, die Benutzeroberfläche und die Aktivitäten an die Profile (autonome oder fragile Senioren, kognitive Störungen, motorische Störungen) anzupassen und die schrittweise Autonomie zu fördern.
Sie werden entdecken, wie Sie häufige Hemmnisse überwinden – Angst vor Misserfolg, mangelnde Gewohnheit, Vertrauensverlust – und wie Sie Spiele an spezifische Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson oder die Folgen eines Schlaganfalls anpassen. Sie lernen auch, wie Sie erfolgreiche Spielsessions organisieren und leiten, sei es in heterogenen Gruppen, in individueller Betreuung, zu Hause oder in der Familie.
Schließlich werden Sie die wesentliche Rolle des Betreuers oder Angehörigen verstehen: Vertrauen durch Spiel schaffen, die Teilnahme fördern, ohne zu infantilieren, wissen, wann man die Aktivität beenden oder ändern sollte, und das Spiel in das Lebens- oder Therapieprojekt integrieren.
Am Ende dieser Schulung werden Sie in der Lage sein:
- Die Bedeutung des Spiels für Senioren zu verstehen: Freude und Motivation, Stimulation der kognitiven Funktionen (Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Sprache, Logik), Wertschätzung der Person und Stärkung des Selbstwertgefühls, Schaffung sozialer Beziehungen und Bekämpfung von Isolation
- Den Grad der Autonomie zu berücksichtigen: autonome Senioren (suchen Stimulation und Herausforderung) und fragile Senioren (Bedarf an Zugänglichkeit und Erfolg) zu unterscheiden, das Aktivitätsniveau anzupassen, Überstimulation und Infantilisierung zu vermeiden
- Ein Tablet einem älteren Menschen vorzustellen: zeigen, dass das Tablet vertraute Aktivitäten ermöglicht, langsame Gesten mit Erklärungen begleiten, schrittweise Verantwortung erhöhen, das Tempo respektieren und anfängliche Ablehnungen akzeptieren
- Das Tablet an die Bedürfnisse jedes Seniors anzupassen: die Benutzeroberfläche zu vereinfachen (aufgeräumter Bildschirm, klare und große Symbole), die sensorischen Fähigkeiten (Sehen, Hören) zu berücksichtigen, die Motorik (Bildschirmempfindlichkeit, Stylus) zu beachten, nach Interessen zu personalisieren
- Die schrittweise Autonomie zu fördern: mit einfachen Gesten zu beginnen, den Senioren selbst machen zu lassen, stabile und wiederholbare Anhaltspunkte zu geben, Fehler zu akzeptieren, sich an das individuelle Tempo anzupassen, konkrete und erreichbare Ziele zu setzen
- Gebrauchsroutinen zu schaffen: förderliche Verhaltensweisen zu beobachten, personalisierte Routinen zu festigen, das Gehirn und den Körper auf die Aktivität vorzubereiten, die Beziehung durch Momente der Ruhe und des gemeinsamen Vergnügens zu stärken
- Hemmnisse für die Teilnahme abzubauen: Angst vor Misserfolg (Fehler akzeptieren, den Aufwand loben, eine entspannte Atmosphäre schaffen), mangelnde Gewohnheit (schrittweise einführen, regelmäßige Rituale schaffen), Vertrauensverlust (jeden Erfolg wertschätzen, das richtige Maß an Herausforderung bieten)
- Aktivitäten an kognitive Störungen anzupassen: Alzheimer (einfache Spiele, kurze Regeln, visuelle Hilfen, häufige Erinnerungen), Parkinson (Schnelligkeit und Präzision vermeiden, auf Reflexion setzen, Stylus ermöglichen), nach Schlaganfall (Anweisungen vereinfachen und wiederholen, das Material auf der funktionalen Seite positionieren, Aufgaben aufteilen)
- Vertrauen durch Spiel zu schaffen: einen Raum bieten, in dem Fehler keine Konsequenzen haben, Partner im Spiel statt Helfer werden, zuhören und beobachten, wertschätzen statt korrigieren
- Die Teilnahme zu fördern, ohne zu infantilieren: Lebenserfahrung wertschätzen, eine erwachsene Sprache verwenden, den Aufwand hervorheben, der Teilnahme Sinn geben, ein Teamgefühl schaffen
- Zu wissen, wann man die Aktivität beenden oder ändern sollte: Anzeichen von Müdigkeit erkennen (geringere Konzentration, Seufzer, geschlossene Körperhaltung), Desinteresse feststellen (Passivität, Gleichgültigkeit), Frustration managen (Schwierigkeit anpassen, in den kooperativen Modus wechseln)
- Das Spiel in das Lebens- oder Therapieprojekt zu integrieren: Vorlieben identifizieren, regelmäßige Termine schaffen, das Spiel als Werkzeug zur gezielten Stimulation nutzen, Pflegekräfte, Betreuer und Familien einbeziehen
- Eine Spielsession vorzubereiten und zu leiten: das Material überprüfen, die Dauer kalibrieren (10-15 Minuten individuell, 30 Minuten kollektiv), klare Ziele definieren (kognitiv, sozial, emotional)
- Eine heterogene Gruppe zu managen: progressive Niveaus anbieten, Teamantworten zulassen, allen Raum geben, Kooperation bevorzugen
- Aufmerksamkeit zu gewinnen und zu halten: den Anfang gestalten, Stimme und Blick einsetzen, Formate variieren, aktiv einbeziehen, Überraschungen einführen, die Umgebung gestalten
- Die Sitzung nachträglich zu bewerten und zu würdigen: Erfolge hervorheben, Rückmeldungen einholen, Beobachtungen notieren, um die nächsten Sitzungen zu verbessern
Konkrete Werkzeuge
Sie nehmen konkrete Werkzeuge mit: Strategien zur Präsentation des Tablets, Techniken zur Überwindung von Hemmnissen, Methoden zur Anpassung an verschiedene Profile und Erkrankungen, Tipps zur Organisation erfolgreicher Sitzungen in Gruppen oder individuell sowie Schlüssel zur Integration des Spiels in ein personalisiertes Therapieprojekt.
Bonus
Entdeckung der Anwendungen EDITH (Gedächtnistrainer ohne Stoppuhr oder Druck, ideal für fragile Senioren) und JOE (Gehirntrainer mit Leistungsüberwachung), mit ihren 30+ Spielen zur kognitiven Stimulation, ihren Spielen zu zweit zur Beziehungsgestaltung, ihren kulturellen Spielen zur Aktivierung von Erinnerungen und der professionellen Plattform zur Verwaltung der Entwicklung der Senioren und zur Personalisierung der Begleitung.
Kursinhalt
Einführung
-
Lektionen 1: Das Tablet als Werkzeug zur kognitiven Stimulation
02:44 -
Die Ziele dieser Schulung: das Verständnis für die Bedeutung des Spiels zu verbessern, um zu stimulieren und zu teilen.
03:16 -
Die Bedeutung des Spiels: Freude, soziale Bindung, kognitive Stimulation, Wertschätzung der Person
04:56 -
Quiz : Validierung der Kenntnisse